Montag, 15. Februar 2016

misUnderstanding

Aus der versprochenen Geschichte "GESTRANDET IN KIMBA" wurden 
drei kleine Szenen aus meinen Lieblingsmissverständnissen in Down Under




NIX USA

Einen Moment lang, in einer Hotelbar, dachte ich, ich wäre wieder in den USA.
Aus den Lautsprechern eine Mischung aus Country und verspätet 80ern.
Die Jungs alle mit Basecap und aufgesteckter Sonnenbrille Poloshirt, kurze Hose und Flipflop und möglichst wichtiger Armbanduhr.
Frauen aufgedonnert in leicht anachronistischen Kleidern, ein Alptraum in türkis und grün und zu gross geratenen, absurden Mustern.
Die Kinder bei mir am Tisch, die mich dauernd anglotzen als sei ich vom Mond gefallen, irritieren mich, bloss keine Kinder ansprechen in USA.


Dann schaue ich meine Bierflasche an und erwache, COOPERS BEST AUSTRALIAN BEER





Nix USA … ich bin in Kimba gelandet, ein kleines Nest irgendwo im Nirgenwo in South Australia, mit 5 oder 6 Zeilen in Wikipedia … irgendwo gibts Riesengummibäume, die hab ich aber wohl verpasst.

Das Beer hat mir die Tresenfrau empfohlen und sie kommt vorbei und fragt wie es mir schmeckt und grinst als ich nicke und „fantastic“ sage. Als ich sie frage, ob ich was zu essen bekommen kann, sagt sie da müsse ich an den Tresen kommen.

Also los … die Speisekarte liegt nur dort aus, ich muss mich im Stehen entscheiden … Fish&Chips.
Eigentlich nur weil mir nix anderes einfällt auf die Schnelle … und noch ein Coopers.

Sie zapft das Beer sofort und drückt mir eine Stange mit einer Karte obendrauf in die Hand.
Auf der Karte steht die Nummer „8“.
„$26.60!“ sagt sie … ich gucke fragend … „„$26.60 to pay for you“ … aha! erst zahlen dann essen.
„sit down, I`ll bring it“

So schiebe ich mit meiner "8" und dem Bier ab und gucke vorsichtshalber ob die Tische auch nummeriert sind, vielleicht is das ja die Tischnummer. Das ist aber nicht so!

Sie kommt, grinst, stellt mein Essen hin, schnappt sich die Nummer auf der Stange und geht.

Thats the way it works!




BEGGAR

Mein erstes Hotel in Sydney lag im Rotlichtbezirk. Die Hotelpage hatte das allerdings geschickt nicht erwähnt.
Jedes mal wenn ich einkaufen wollte oder in die Stadt, musste ich durch die Schmuddelmeile.

Backpacker, seltsame Typen, abgerissene Schnorrer, Nutten in frechen Fummeln, richtig arme Leute und so weiter. Nicht grad ein Viertel zum verlieben … aber irgendwie einfach das was es wahr … ehrlich.

Jedenfalls, am 2. Tag quatscht mich so`n Typ in kaputter Jeans und nicht ganz sauberen T-Shirt an, fasst mich kurz am Arm und legt in seinem Aussi-Akzent los. Ich hab echt kein Wort verstanden. Er macht immer wieder so eine Handbewegung mit der Handfläche nach oben. 
Schliesslich hole ich aus der Hosentasche, wo ich immer das Kleingeld reinstopfe ein paar Münzen und drücke sie ihm in die Hand. Er steht da, glotzt mich an, den Mund offen aber offenbar das Wort abgeschnitten. 
Das hat ja mal geklappt denke ich und gehe weiter .

Als ich `ne halbe Stunde später mit den Einkaufstüten wieder da lang komme, steht er wieder da.
Als ich ihn angucke, kommt er auf mich zu und hält mir das Kleingeld wieder hin.

Er sein kein Bettler, sagt er in bestem Oxford - er arbeite hier, um Kundschaft ins Geschäft zu holen sagt er mir … und ausserdem … hätte ich ihm fast $ 20,- gegeben … ich müsse wohl noch lernen mit australischen Geld umzugehen … oder ob ich etwa Millionär sei!?

Dann zählt er mit die Münzen in die Hand … es sind u.a. 9x Zweidollarmünzen!
„The smallest have most valuable in Australia!“ gibt er mir noch mit auf den Weg.
Diesmal stehe ich mit offenem Mund da.

Thats the way it works!



THE BEST HOTEL IN TOWN

Zum zweiten Mal ist mir heute folgendes passiert:

Ich brauche ein wenig Luxus nach 2 Nächten im Auto, bin müde, möchte nicht selber kochen und nicht in eine Campingplatzdusche.

Also suche ich mir das schönste und historischte Hotel aus, das ich finden kann.
An der Reception klappt alles prima, der Preis erstaunlich moderat.

Dann mache ich mich Schlüssel und Gepäck auf die Suche nach dem Zimmer.



„ja … hinten durch … weist mich die Concierge an. ich folge dem und … finde mich auf dem Hinterhof wieder.
Also wieder rein in den Laden mit dem ganzen Gepäck und nach der Dame suchen.
„oh that O.K.“ sagt sie grinsend „dont worry“ …. 

Wie jetzt … ich gucke mal wieder fragend … sie kommt also mit mir.
In den Hinterhof … zeigt auf eine Reihe von containerartigen Schachteln und sagt dies sei mein Zimmer. Ein enges, nicht ganz sauberes Loch mit einem winzigen Fensterchen auf einen schmierigen Hinterhof.
… DAS ist nicht mein Zimmer!

Ich bin sauer und sage „no!“ und dass ich mein Geld wieder haben möchte.

Beide Male haben sie das Geld zurückgebucht (hoffe ich!) und heute sprach das Mädel an der Reception deutsch … sie kam aus Aschaffenburg und verdiente sich hier ihre Ferien.

Als die Chefin zurückgebucht hatte und weg war, fragte ich sie, was das soll. 
Sie erzählte, Die Zimmer im Haus seinen unbewohnbar, dringend sanierungsbedürftig … aber es sei wohl kein Geld da. Daher hätten sie hinterm Haus die Container aufgestellt.

Thats the way it works!

Aber nicht mit mir.

DriVing

... hätte mich fast umgebracht, das Photo! zum Glück schnallte der Trucker was ich tat und hupte lange vorher


... bin nur noch am Fahren!!!


Hab versucht mir einen Ruhetag zu verordnen ...
nix zu machen!! - es(?) treibt mich vorwärts.

Gestern hab ich in 8 Std über 1000 Km geschafft!
Ja, 1001 Km in 8 Std!! Kein Tippfehler! Nicht geschummelt!
Kein Märchen aus dem Orient ... sondern
DAS ZAUBERWORT heisst:
Zeitzonen!

Angekommen in West Australia haben sie mir 2 Stunden geschenkt an der Grenze.
Mein Auto von oben bis unten gefilzt ... nach Obst und Honig 
(als würde ich Obst essen .. pfff! Im Moment bin ich auf Fish&Chips)
Das Mädel, dass meine Karre durchwühlte tat mir echt leid 
... ich bin nicht grad ein Ordnungsfanatiker
... und hatte im Wagen geschlafen
... müffelte wohl ein wenig
sie war schnell fertig !


Egal... liebe Grüsse aus NORSEMAN
die  erste Stadt seit 1200 Km 
... von Ceduna bis hier gabs nur Raststätten
und SEHR SEHR SEHR viel Landschaft.



Hab mich übrigens verliebt!
Nö, nicht was Ihr denkt!
Ich liebe Eukalyptusbäume!
Sie bilden oben so kleine Schirmchen in allen erdenklichen Grüntönen.


Mittwoch, 10. Februar 2016

DeVeloping

Heute leider nicht im "Great Western" sondern schräg gegenüber ...

... in Diesem da ...


Ein wohlbekannte Phänomen aus USA hat mich eingeholt:
ZEICHEN ERKENNEN & RICHTIG DEUTEN

Nachdem ich fast den ganzen Tag gefahren war, erreichte ich, wie von kundiger Seite vorausgesagt. um 16:30h Cobar.

Im Tourist-Information-Center bekam ich einen Stadtplan und viele gute Tips, von denen ich die Hälfte etwa verstand.
Ich fragte nach einem "historischen" Hotel und man empfahl mir das "Great Western".

So stand ich vor dem hölzernen Riesenkasten ... ich glaube der Typ in der Info sagte:
"... die längste hölzerne Hotelfassade der südl. Hemisphäre" ... oder so ähnlich.

In dieser Fassade etwa 14 Türen, mit diversen Schildern drüber. Nachdem ich dann bei ca. 30°C fast alles Türen abgegangen und alle Schilder gelesen hatte, stand ich vor einer mit einem kleinen Schildchen "Rezeption".

Es braucht offenbar noch ein wenig Entwicklung bei mir um die diffizilen Zeichen zu erkennen.

Leider sind die Zimmer des "Great Western" weder "great" noch "western" sondern einfach kleine und schmierig in einem Anbau.  Der schöne Teil vom Hotel wird noch schöner gemacht und ist zur Zeit nicht vermietet.

So bin ich dann schräg gegenüber in einem sehr wenig besseren Motel gelandet, für $20,-  mehr dafür mit Frühstück.

Den ersten Tag meiner ersten Etappe habe ich hinter mir, die Dinge entwickeln sich.
- Meine Linksfahrfähigkeiten
- Mein Sprachverstehen
- Eis zum Kühlen organisieren
- mich mit geeigneten Lebensmitteln versorgen
- und meine Freude wieder zu finden daran, unterwegs zu sein.
Mittagspause unterm Eukalyptus


Donnerstag, 4. Februar 2016

RaiNing




SYDNEY IM REGEN

So laufe ich den zweiten Tag die Fussgängerzone/Geschäftsstrasse rauf und runter um meine 3 Monate zu organisieren.

Internet und Smartphone, PrePaid und Kabelsalat, indische Taxifahrer, deren Englisch mieser ist als meins, unfreundliche Verkäufer und liebenswerte Serviererinnen, die mich auffordern doch zu bleiben und zuende zu schreiben und wissen wollen was ich schreibe und was das für eine Sprache ist.
Letztere im "White Rabbit" Ecke Pittsstreet und Hunterstreet, dazu guter Kafi, eine deckenhoch offene Fensterfront durch die die feuchte Wärme des Südsommer-Regentages weht.
Ich bin gestern schon hier gesessen, free WiFi ist für mich magnetisch.

Heute suchte ich das "White Rabbit" dann fast 'ne halbe Stunde lang, fand es einfach nicht wieder ...
Wie das eben mit weissen Kaninchen so ist!
Dank TELSTRA und GoogleMaps hab ichs dann doch gefunden "Foftain im Wunderland"

Sydney ist so eine Mischung aus Honolulu und Frankfurt am Main, südsee-ozeanisch, geschäftig mit steilem Sozialgefälle.
Ein wenig "HangLoose", viel Verkehr (die fahrn hier alle auf der falschen Straßenseite!) und ... irgendwie alles ein wenig british.

Mein Jetlac fühlt sich auch an, als sei ich einem Kaninchen in sein Kaninchenloch gefolgt.
Es hat mich noch voll im Griff, hab fast nicht geschlafen die Nacht, mich zwischen Wachen und Schlummern verirrt und wenn ich mal richtig schlief, dann hab ich heftig-prekär geträumt.
Ich entschuldige mich bei allen, die in diesen Träumen vorkamen.

So halte ich mich jetzt mit dem 3. Kafi wach, bin vermutlich nicht mehr ganz zurechnungsfähig.
Hab dauernd die Phantasie, ich sei in einem dieser alten Bogart-Filme, die in Manila oder Singapur spielen, runtergekommene Typen in verschlissenen sandfarbenen Tropenklamotten, die den ganzen Tag Whisky saufen, Kette rauchen und sich zum Schluss, um die ebenfalls etwas angeschlagene weibliche Hauptfigur, prügeln.

Immerhin hab ich den Whisky und die Zigaretten durch Kafi ersetzt!














Ich schrecke hoch,
sitze im Starbucks 
und nicht im "White Rabbit" ...


... weiss nicht,
ob ich nur kurz eingenickt bin ... 


oder ob alles ein Traum ist ...







Montag, 1. Februar 2016

Star(bucks)Ting

Seit gestern hab ich permanent das Gefühl, etwas vergessen zu haben, frag mich ob die Reise eine gute Idee ist und suche nach festen Anhaltspunkten zwischen Kofferpacken, Bahnfahren, Hotel und Airport.

Foftain, der um einiges entspannter ist, sitzt inzwischen im Starbucks und schlürft Kafi.
Als ich mich zu ihm setzen will, schüttelt er den Kopf, macht eine wegwedelnde Handbewegung und grunzt mich an: „Setz Dich woanders hin, Du nervst

So sitzen wir an getrennten Tischen … er die Füsse auf Demselben und den Tagesanzeiger vorm Gesicht.
Als die Angestellte kommt und ihn bittet die Füsse vom Tisch zu nehmen sehe ich ihn breit grinsen, mit ihr rumschäkern bis sie lächelnd davonschwänzelt, er immer noch die Füsse oben.

Also hole ich mein Laptop raus, beginne zu schreiben.

Ich erinnere mich, dass ich vor drei Jahren im selben Starbucks sass, wartete auf den Flieger nach New York. Damals, kein bisschen nervös, nur freudig aufgeregt voller Tatendrang und Entdeckerglück.
Ich erinnere mich an die Monate in USA, wie sich eins ins andere fügte, ein Tag besser als der vorherige (ausser in Las Vegas), ich erinnere mich wie ich mit der Zeit alles loslassen konnte, vor mich hintrieb und dieses wunderbare Land für mich „eroberte“ … auf meine Art.
Ich erinnere mich wie stolz ich war als ich den Kontinent durchquert hatte und wie ich tagelang am Strand lag … später auf Big Island, Hawaii.

Die drei Jahre Tretmühle im Job haben ihre Spuren hinterlassen, ich bin so drauf geeicht effizient zu sein, so sehr im Denken und Planen und Improvisieren, so sehr im Zwang zum Professionellen, dass ich selbst jetzt am Begin dieser wunderbaren Reise nicht loslassen kann, meine Frühstück runterschlang am Morgen, gestresst einen besseren Sitzplatz im Flieger ablehnte *1 und so lange mit starr nach vorn gerichtetem Blick rumlief, bis Foftain die Schnauze voll hatte.
Er liess mich beim CheckIn einfach stehen und war weg.
Im Starbucks fand ich ihn wieder, meckerte ihn an weil ich ihn hatte suchen müssen.

… grad legt mir jemand die Hand auf meine Schulter …

Foftain steht hinter mir, grinst mich an, zwei Kafi in der freien Hand.

na, Alter, biste runter gekommen? … willste auch noch einen?“ 
und er streckt mir einen Kafi entgegen.

Ich schreibe den Satz zu Ende, als ich wieder aufblicke, ist Foftain verschwunden, vor mir steht eine frische Tasse Kafi und ich weiss ... alles wird gut.


In zwei Stunden geht mein Flieger ... überhaupt kein Grund wegen Irgendwas nervös zu werden.



*1 ... na gut! ... ich wollte ja unbedingt einen Fensterplatz!

Donnerstag, 28. Januar 2016

ExCiting ?

Reisefieber ? ... 


Nicht etwa, dass ich aufgeregt wäre.

TATSÄCHLICH NICHT !

O.K. man könnte meine Spucke untersuchen und würde sicher erhöhte Werte an Cortisol nachweisen. 

Aber sonst … 
Puls normal, Konzentrationsfähigkeit im grünen Bereich, soziale Interaktionen situationsbedingt leicht erhöht.

Was is los verdammt … wo bleibt das Reisefieber?

Der regelmässige Leser erinnert sich vielleicht, wie ich mich 2013 Hals über Kopf in die Wüste von Nevada verliebte … völlig unerwartet, nicht geplant, nicht vorhersehbar … "Knall Bum"  wars passiert, ich sass neben meinem Mietwagen im Sand, um mich herum nur Yuccabäume und trockne Strünke, in der Ferne zwei tanzende Dustdevils und im Umkreis von Meilen kein anderer Mensch.

Mesa Verde war tot-ge-touristet, der Grand Canyon liess mich kalt, das Monument Valley brachte mich nur dazu kurz anzuhalten …

… aber hier, an diesem gottverlassenen Ort … sass ich im Dreck und fühlte mich mit der Welt verbunden.

Was war passiert? … 
Es gibt nur eine Vermutung!
… und ich spüre die ist richtig:

KEINE BILDER IM KOPF !

Alle Attraktionen *1 in den USA und auf Hawaii waren vorher mit Phantasien besetzt, mit unausgesprochen Wünschen mit Hoffnungen und Plänen.
Bilder im Kopf eben! Das killt fast alles … jedenfalls bei mir.

Über Australien hab ich fast keine Bilder.
Ein paar Kängurus hüpfen herum, Schafe auf der Weide, endlose-schnurgrade Strassen in gleichförmigem Buschland, das Great Barrier Reef voll mit Haien …

… das ist alles!
Und da ich keine Reiseführer lesen mag und mir nach dem fünften 
„Australien Docu Filmchen“ die Lust auf mehr davon verging, bleibt es bei den wenigen Voreinstellungen in meinem Kopf.

Nichts zieht mich, alles ist offen, fast genauso gut könnte ich nach Island *2 oder in die Reisfelder von Mittelchina reisen … 

So mach ich mich in drei Tagen auf dem Weg, im Gepäck mein Pass, ein paar Unterhosen und Socken und ein frisches T-Shirt, Zahnbürste und, natürlich meine Elektronik.
ABER fast keine Bilder.

Gut so … ich lass mich überraschen.

ÜBERRASCHUNG ??!   … 

…..

NÖ!! …. immer noch kein Reisefieber ...
bestenfalls ein wenig Hay Fever!

*1 New York City nehme ich hier mal aus! ... wer sich in diese Stadt nicht verliebt, der ist sowieso verloren!
*2 " ... `tschuldigung @frau_eff "

Donnerstag, 7. Januar 2016

ScribbLings

Scribblings
I`ve got a few negativ reviews for some of my articles in the blog.
„not exactly enough“ was one opinion ... 
and one Lady, who I always respected, even called my articles „Geschreibsel“ = „scribblings"

I thought about it, asked myself how to do it better. 
I asked a friend, for a statement and I read some other blogs.

At last I agreed with myself, to work on, to write on like until now.
Not to ignore the critique, but to find … or to keep … my own way
I proceed further on in my kind of drawing my impressions.


So, in the end, I`m thankful for the word „scribblings“ … because thats exactly what I`m doing, making scrawls and sketches about the world through which I`m traveling, the underworld in which I`m living in.

This remains my logbook and travel diary, within my uncombed thoughts and views.


Love it or leave it … hello and welcome or good bye!

LINK zurück zum "SCRIBBLERS FOOD" Blog 

... using this occasion to do my reflexions and this article in english ... just for my training ... and for ... YOU! 

Mittwoch, 6. Januar 2016

BunGling


In der Schweiz hat nicht nur der Käse Löcher oder Eine leider fast völlig wahre Geschichte


Bluewin ist der e-Mail-Dienst des grössten hiesigen Internetproviders.


Leider ist Bluewin … sagen wir … ein wenig „provinziell“.

Irgendwie kommen sie aus ihrem Schweizer Käseloch nicht so richtig raus und murksen und basteln sich tagein tagaus Einen zurecht.

  • Da kommen eMails einfach mal gar nicht an. Verschwinden spurlos in den Weiten der Serverfarmen.
  • Beim Schreiben der Mails tauchen fast regelmässig Fehlermeldungen auf, besonders, wenn man länger als ein paar Minuten braucht um seine Mail zu verfassen.
  • Es ist immer ratsam, seine Mails vorher in einem Schreibprogramm abzuspeichern, wie ich es auch mit dieser grade tue(1), sonst ist der mühsam formulierte Text plötzlich futsch.
  • Hat man das Glück, dass alles funktioniert beim Schreiben, heisst das noch lange nicht, dass alles gut ist. Gelegentlich kann man dann seinen Text nicht mehr nach oben oder unten scrollen, oder die Menubar verschwindet einfach.
  • Wenn Du versuchst, in der Nacht eine Mail zu schreiben, dann geht der Spass erst richtig los, da die „Jungs“ (ich erlaube mir die „Spezialisten“ fürs Mailprogramm so zu nennen) es bevorzugen in der Nacht zu arbeiten. „DERZEIT KEIN ZUGRIFF“ ist alles was man erfährt. Ruft man dann beim Störungsdienst an, dann wissen die natürlich von nix.
  • Bluewin ist auch bei Twitter, wenn ich dort frage, was los ist, dann kommt lediglich die beliebte Standartfrage, ob ich auch meine Cookies gelöscht hätte.

Na, kurz und klar, man tut gut daran sich nicht völlig (2) auf Bluewin zu verlassen.

Besonders in Übersee wirds dumm, denn, da ist dann Tag, wenn's  hier in der Schweiz Nacht ist und die „Jungs“ aktiv werden.

So bleibt mir nix anderes, als mich anderweitig umzutun, einen Dienst zu suchen der weltweit agiert und bei dem die „Jungs“ ein bisschen mehr auf Zack sind.

Darum, ab sofort, sind Foftain und ich auch(!) erreichbar unter





Da wir uns jedoch inzwischen an das ländlich geprägte Laissez-faire von Bluewin gewöhnt haben, denn man liebt ja jemanden auch wegen seiner Schrullen, bleibt der bisherige Accound bei Bluewin weiter aktiv, mit den beschriebenen Löchern im Käse.

Nur ein Tag später ...
... wie zur Zustimmung nötig, habe ich für das Absenden des Artikels vom 7. Januar fast 30 Minuten gebraucht!
Nein ... nicht zum Schreiben! ... ZUM ABSENDEN!!
guck mal da ... das gesamt Adressmenu is weg, futsch, nicht mehr aktiviertbar und speichern kann man auch nix mehr ... alles von Vorne ... das ging immer so weiter ...
HALLOOOO JUNGS AUFWACHEN !!!




FUSSNÖTCHEN

(1) wie`s manchmal so geht, sollte Dies eigentlich eine e-Mail werden ... nun ist es eine Geschichte geworden.
(2) letztlich ist jedoch mein Bluewin-Account der Dreh- und Angelpunkt meiner Internettätigkeiten, was Fluch und Segen zugleich ist, denn er gibt regelmässig, aber zum Glück nur bedingt, Anlass zur Sorge.
Ich bleibe ihm treu, eben weil er so "provinziell" ist und halte es mit dem MIGROS-Slogan
"Aus der Region - für die Region" ... immer noch lieber ein wenig dilettantisch-hemdsärmelig als auf Gedeih und Verderb den Kravattenfutsis von Google & Co ausgeliefert zu sein.
Punktum !

Sonntag, 27. September 2015

CoMmenting

Keine Ahnung was Mutti dazu sagt, aber bei mir sind Kommentare willkommen ...

Es haben offenbar ein paar Leute erfolglos versucht meine Artikel zu kommentieren. 


Ich erklär das mal!







GANZ EHRLICH ... WENN ICH EIN PAAR MONATE ALLEIN UNTERWEGS BIN, 
DANN IST DAS FAST IMMER EINFACH SUPER 

... UND TROTZ UND ALLE DEM ... 

IST EIN KOMMENTAR ZU MEINEN ARTIKELN 
DIE MOCCABOHNE AUF DEM SAHNEHÄUBCHEN AUF DER SONNTAGSTORTE. 

... und Moccatorte auch !!


Kommentieren? .... so gehts:

ERSTER SCHRITT


Diesen hellgrauen Kasten findest Du unter jedem Artikel


in der obersten Zeile steht  "keine Kommentare" (das heisst, es gibt noch keine Kommentare zum Artikel)
oder da steht ....


.... eine Zahl und "Kommentar"  (das heisst so viele Kommentare gibts bereits)
Du klickst nun auf diese Wörter.

ZWEITER SCHRITT


Es geht dann folgendes Feld auf:


Hier schreibst Du Deinen Kommentar oder Fragen oder Anregungen oder Wasauchimmer rein.
Dann wählst Du rechts von "Kommentar schreiben als" im Feld (da wo jetzt im Foto oben "Google-Konto" steht) eine Absenderoption ... Du kannst dort auch "Anonym" wählen.
Wenn Du "Anonym" wählst brauche ich ev. eine Hinweis von Dir, damit ich weiss mit wem ichs zu tun habe ... um zu antworten zum Beispiel.
Wenn Du fertig bist, klickst Du das blaue Feld "Veröffentlichen" an.

DRITTER SCHRITT


Es geht dann folgendes Feld auf:


Hier kannst Du Deinen Kommentar als Vorschau sehen und ev. nochmals bearbeiten und 
beweisen, dass Du keine Roboter bist.
Also klicke bitte in das kleine Kästchen, warte einen Moment bis ein Häkchen erscheint.
... und dann klick auf das blaue Feld "Veröffentlich"



FAST LETZTE WORTE:

Ich gebe die Kommentare in der Regel dem öffentlichen Zugang frei. 
Wenn Du das nicht willst, dann teile mir das im Kommentar (!!) mit.
Ich beantworte Kommentare in der Regel innerhalb der folgenden Tage.
Wichtige Nachrichten besser per e-Mail an:  foftainatgmaildotcom
Destruktive, beleidigende oder diffamierende Kommentare werden kommentarlos gelöscht.


yeeeehaaa .... das wars auch schon! 
Hört sich kompliziert an ist jedoch kinderleicht!
Danke fürs Lesen und ich freue mich auf Euere Kommentare.


Mittwoch, 5. August 2015

EstiMating

Broome, (s. Karten oben und unten)
ist die von Sydney am weitest entfernte Stadt,
diagonal gegenüber, 8-9 volle Tagesreisen zu fahren!

Natürlich stelle ich mir Fragen, über meine Australienreise!

Einmal rundherum um OZ in knapp 3 Monaten.
Versuche sie einzuschätzen, diese 13.000 Km, 
die vor mir liegen, von Mitte Februar bis zur letzte Aprilwoche.

9 Wochen = 63 Tage
13.000Km / 63d = sind ca. 200 Km/d ... JEDEN TAG!!
Das bedeutet, wenn ich einen Tag ausruhe muss ich am nächsten 400km fahren und wenn ich wo `n paar Tage bleiben will, weil`s dort schön ist, hab ich nachher schnell mal 1.000Km aufzuholen.

Ist das machbar ?
Macht das noch Spass?
Kann ich selber das überhaupt einschätzen?
Wie gehe ich mit Kritiken um ?
... wie z.B. "völlig bekloppte Idee, da sitzt du ja nur im Auto"

Foftain, mein Alter Ego, sagte mal erstmal gar nix dazu!
Bis ihm mein Gegrüble offenbar auf die Eier ging.

"hör mal Kleiner... " (er ist übrigens keine Millimeter grösser als ich!)
"... bevor Du Dir in die Hose machst, tu doch das was Du am besten kannst, mach Dir ein Bild ... ach lass gut sein ... ich machs!"

Er setzte sich an den Mac, und zeichnete mir folgende Karte.
Australien mit der maßstabsgerechten Silhouette von Deutschland.

Schrieb mir einen pampigen Text dazu und ging dann Bier saufen.

KARTE VERGRÖSSERN ?     >>> "clic in the pic"





























Das gibt doch grad ein anderes Gefühl für die Sache!


Für etwas, das gut 2 Wochen dauert, hab ich 9 Wochen Zeit ... 
"Alles kein wirkliches Problem ... " denke ich!
"Sach ich doch!!" lallte Foftain, während er auf dem Heimweg Schlangenlinien auf meinem Fahrrad fährt, angedüdelt von den Bierchen. 





Sonntag, 12. Juli 2015

ReSonating

Im Moment kommt der Job in langen, harten Schüben, unterbrochen von kurzen Pausen.
Es ist wie diese lange Dünung, die nach heftigen Stürmen mit hohem Seegang auf die Küste läuft.


























Es sieht nach nichts aus, lagegezogene, flache Wellen, die sich nicht brechen, sondern sich am Strand einfach totlaufen.
Niemand sagt "Boooar" oder "toll" oder "faszinierend", niemand beschwert sich, niemand nimmt es richtig wahr ... das Meer halt, der Alltag halt, wie er so daherkommt, wie wir ihn alle bewältigen müssen.

Nach fünf Tagen Job in dieser Dünung, räume ich meine Wohnung nicht auf, koche mir nichts richtiges zu essen, wasche keine Wäsche. Ich sorge für den Minimalunterhalt, dusche, putz mir die Zähne, versuche genug Schlaf zu bekommen und ab und zu mal privat mit jemandem abzumachen.

Thats it!!

Diese Dünung sieht nicht nur harmlos aus, man kann auch ganz gut darin baden, für eine kurze Zeit, die Wogen heben Dich hoch, setzen Dich wieder ab, alles ist irgendwie friedlich. Im Sommer ist das Wasser warm genug um nicht zu frieren und kühl genug um sich abzukühlen.
Eigentlich perfekt!!

Aber ... mach das mal 5 Tage lang, jeden Tag 13 Stunden lang.

Nun habe ich drei Tage frei ... ich sitze auf dem Sofa, habe mir vorgenommen, eine Velotour zu machen und mache tatsächlich GAR NIX!

Mein Körper schwimmt noch immer in dieser Dünung, sie ist in mir wie eine gigantische Resonanz.

In der Regel braucht es einen ganzen Tag, bis ich mich wiederfinde, bis ich bemerke, dass ich endlich am Strand auf meinem Badetuch liege und mir die Sonne auf den Bauch scheint und der Wind mein Haut kühlt, bis ich die Vögel höre und die Blätter wieder als grün empfinde.

Donnerstag, 28. Mai 2015

DeciDing

right or left / right or loose                                                                                                scroll down for english version

Ich musste mich entscheiden!
Das habe ich getan ...

Gas geben im Job oder weiterhin längere Reisen aufgleisen?

Es waren ein paar Tage Gedanken notwendig, obwohl …
Es waren ein paar Gespräche notwendig, obwohl …
Es waren ein paar Bier notwenig, obwohl …
Es war notwendig loszulassen, obwohl …

… obwohl ich schon vorher wusste, was ich tun werde ...
... denn die Alternative ist undenkbar … 
... nur für den Job leben, das bin nicht ich!

Ich verbringe die längste Zeit meiner Tage im Job, 
die Kollegen und die Bewohner sehe ich länger, 
öfter und intensiver als meine Freunde, als meine Familie.
Wenn ich die Stunden abziehe, die ich verschlafe, 
dann verbringe ich beim Job mehr Zeit als mit mir selber.

Darum wusste ich schon vorher was ich tun werde ... 
... denn Wasser fliesst immer bergab ...

... darum fahre ich den Job weiterhin im Normal-Modus ... 
… mit kleinen Korrekturen ...

... ansonsten
werde ich weiterhin reisen!

  :/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/:/


I had to decide!
So I did ...

Accelerate the job or continue setting longer trips on the rails?

There were thoughts necessary for a couple of days, even though ...
There were a couple of dialogues required, even though ...
There were a couple of beers needed, even though ...
It was a kind "hang loose" necessary, even though ...

... even though I knew beforehand what I will do ...
... because the alternative is unthinkable ...
... living only for the job, that's not me!

I spend the longest time of my days with the job,
colleagues and the residents I see longer,
more frequently and more intensely than my friends and my family.
If I remove the hours I`m sleeping,
then I spend with the job more time than with myself.

So I already knew what I'll do ...
... because water always flows downhill ...

... So I'm going to continue the job in normal mode ...

... with small corrections ...


... apart from that
I`ll continue traveling!

Sonntag, 24. Mai 2015